Man muss es natürlich verschließen. Aber wie macht man das und wie kommt es überhaupt dazu?
Bauchwandbrüche sind entweder angeboren oder sie entstehen im Laufe des Lebens durch eine Bindegewebsschwäche. Dabei weicht das kräftige Bindegewebe auseinander und es kommt zu einem Defekt der Bauchwand, durch die sich das innere Bauchfell durch drängen kann. Man nennt dies den Bruchsack.
Wegbereiter all dieser sogenannten Hernien ist der intraabdominelle Druck. Erkrankungen mit chronischer Erhöhung des intraabdominellen Druckes (Prostatahyperplasie, Aszites, chronische Obstipation, aber auch Schwangerschaften) sind über durchschnittlich mit Hernien assoziiert. Brüche treten meist an Schwachstellen der Bauchwand auf, wo diese von Natur aus nicht so kräftig ausgebildet ist. Deshalb sind Brüche im Bereich des mittleren Oberbauches (med. epigastrische Hernie), des Bauchnabels (Nabelbruch, Hernia umbilicalis) und der Leistenregion am häufigsten.
Hinzu kommen Schenkelbrüche (Hernia femoralis) und Narbenbrüche, die bis zu 30 Prozent nach großen Bauchoperationen auftreten können. In der alltäglichen chirurgischen Praxis gehört die Operation der Leistenhernie zu den häufigsten Eingriffen.