Krampfader-Operation

Oktober 30, 2018

Wenn man unter Krampfadern leidet ist jetzt während der kühleren Jahreszeit der gegebene Zeitpunkt Abhilfe zu schaffen.

Ursache für dies Krampfadern ist meist eine anlagebedingte Bindegewebsschwäche, die zu Veränderungen der Gefäßwand und zur Erweiterung der Beinvenen führt. Als Folge schließen die Venenklappen nicht mehr dicht und ein Teil des Blutes strömt über die oberflächennahen Venen wieder zurück in das Bein. Dieser krankhafte Rückfluss verstärkt die Krampfaderbildung. Ohne Behandlung kommt es zu sich steigernden Beschwerden wie Schwellungen und Spannungsgefühl, Schmerzen, nächtlichen Wadenkrämpfen, Hautveränderungen bis hin zu wiederholten Venenentzündungen, einem sehr schmerzhaften offenen Beingeschwür oder u.U. auch einer tiefen Venenthrombose.

Je nach Stadium des Krampfaderleidens kommen unterschiedliche Operationsverfahren zur Anwendung.

Bei dem operativen Behandlungsverfahren, das wir benutzen, werden die Eingriffe entweder in örtlicher Betäubung, Regional- oder Allgemeinanästhesie (Narkose) durchgeführt. Dabei reicht in den allermeisten Fällen, eine regionale Betäubung aus.

Wenn die grossen Stammvenen involviert sind, ist eine totale Entfernung dieser Venen notwendig, “Stripping-Operation” genannt.

Stripping-Operation

Die erkrankten Stammvenen (Vena saphena magna bzw. Vena saphena parva), werden ganz oder teilweise von der Leiste bis zum Knöchel über eine Sonde entfernt. “Stripping”.  Ihre Funktion übernehmen nach der Operation die verbleibenden Hautvenen und die tiefen Beinvenen.

Wenn nur die Seitenäste betroffen sind, gilt die minichirurgische Seitenastentfernung der Technik nach Várady als ein schonendes und kosmetisch anspruchsvolles Verfahren. Wichtigstes Instrumentarium bei diesem Eingriff ist das Varady-Häkchen.

Über kleine Einstiche von ca 1-2 mm im Abstand von 4 bis 8 cm, lassen sich dabei die erweiterten Venen mit dem Häkchen entfernen. Wir benutzen diese Technik je nach Ausmass der Erkrankung entweder selbständig oder als Ergänzung zu dem oben angeführten Stripping.

Nachsorge:

Schutz vor Thrombose / Embolie nach der Entlassung: 
Intensives Bewegen In der ersten Woche – und möglichst auch im gesamten ersten Monat nach der Operation – sollten Sie 4x täglich 20 Minuten zügig gehen. Auf Dauer empfiehlt sich ein tägliches Bewegungsprogramm von 20 – 30 Minuten.

Insbesondere in der ersten Woche nach der Entlassung sollte langes Sitzen und Stehen unbedingt vermieden werden (mehr als 2 Stunden).

Falls Sie mit Kompressionsverbänden entlassen werden, sollten diese ca. zwei Tage lang Tag und Nacht belassen werden.  Anschließend sollten Sie  4 Wochen tagsüber  Kompressionsstrümpfe tragen.
Duschen ist nach dem 3. postoperativen Tag möglich.

Sport:
Zwei Wochen nach der Entlassung können Sie mit sportlichen Aktivitäten langsam wieder beginnen. Ihre Beine bzw. Wunden sollten beim Sport nicht schmerzen.
Sehr zu empfehlen sind regelmäßige sportliche Betätigungen, insbesondere Ausdauersportarten, z.B. Wandern, leichtes Joggen, Fahrradfahren und Schwimmen. Tennis und Squash sind prinzipiell nicht so günstig. Übergewicht sollte reduziert werden. Vermeiden Sie langes Stehen und Sitzen. Wenn dieses jedoch unumgänglich ist, so sollten Sie dabei Kompressionsstrümpfe tragen. Bei auftretenden Beinproblemen bzw. Neubildungen von Krampfadern sollten Sie sich frühzeitig zu einer Kontrolluntersuchung mit evtl. Therapie vorstelle

Als Regel: “Lieber Liegen und Laufen als Sitzen und Stehen”

Schwimmen:
Nach ca. 3–4 Wochen können Sie wieder schwimmen. Das Wasser sollte eine Temperatur von 32 Grad nicht überschreiten. Im Thermalbad viel bewegen und schwimmen. Abschließend kalt duschen.

 

Arbeitsunfähigkeit je nach Operations-Umfang 3 Tage bis 2 Wochen.

Oberarmstraffung